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Schadet die Finanzkrise den Stiftungen?

Schadet die Finanzkrise den Stiftungen?

Beitragvon Idealo » Do 5. Mär 2009, 16:30

"Am Rande des Abgrunds
Prognose der wirtschaftlichen Lage 2009

Die Konjunktur befindet sich weltweit im freien Fall. Dabei verstärken sich die Finanzmarktkrise und der Konjunktureinbruch wechselseitig. Im Gleichschritt mit der Weltwirtschaft befindet sich Deutschland auf dem Weg in eine tiefe Krise. 2009 kommt es sowohl zu einem Einbruch der Exporte als auch der Ausrüstungsinvestitionen. Die schon lag anhaltende Konsumschwäche wird sich fortsetzen. Insgesamt beträgt der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Aktivität in diesem Jahr noch 1,6%, im Jahr 2009 kommt es zu einem Rückgang um 1,8%. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich massiv verschlechtern." (IMK Report 12/2008)

Ausführlicher Bericht: Quelle


Die weltweite Rezession scheint festzustehen.
Doch was bedeutet das jetzt für Stiftungen? Hat das einen Einfluss?

Wer kann mir helfen?

Vielen Dank im Voraus!
Euer Idealo.
Idealo
 
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Re: Schadet die Finanzkrise den Stiftungen?

Beitragvon Steuermann » Do 5. Mär 2009, 17:19

Da wird meiner Ansicht nach zuviel schwarz gemalt. Nirgendwo ist Vermögen besser und sicherer angelegt als in einer Stiftung. Die nachhaltige Ausrichtung dieser Rechtsform bewirkt eine weitgehende Unabhängigkeit von zyklischen Schwankungen der Konjunktur oder vorübergehenden Verwerfungen der Finanzmärkte.
Steuermann
 
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Re: Schadet die Finanzkrise den Stiftungen?

Beitragvon HDW » Fr 6. Mär 2009, 13:44

Antwort von einem Stifter
Ich habe selbst vor 6 Jahren eine gemeinnützige Stiftung gegründet mit einem Startkapital von 1 Mio. Euro.
Die Erträge werden für regionale Kulturprojekte (Kulturveranstaltunge, Konzerte, Live-Musik, auch Ope-Air-Oper usw) verwendet.
Bei einem Kapital von 1 Mio. Euro und einer üblichen Verzinsung von bisher rund 5 - 6 % stehen ca. 50.000 bis 60.000 Euro im Jahr zur Verfügung.
Das Kapital ist nicht in AKTIEN angelegt. Aber nicht weil ich Angst vor Kursverlusten hätte. Da bin ich nicht so ängstlich. Langfristig gehe ich davon aus,
dass Aktienkurse als Sachwerte eher steigen. Außerdem ist die Dividendenrendite von guten konjunkturunabhängigen Aktien so hoch wie bei Anleihen.
Der Grund warum ich keine Aktien habe liegt einfach in den hohen Kursschwankungen. Ich muss aus rechtlichen Kursrückgänge in der Jahresbilanz als Verlust ausbuchen auch dann, wenn diese im nächsten Jahr oder übernächsten Jahr wieder steigen sollten. Das ist aber schlecht für eine kontinuierliche Ausschüttung. Deshalb habe ich das gesamte Kapital in ANLEIHEN angelegt. Damit die Rendite besser ist habe ich Industrie-Anleihen also von Unternehmen genommen. Diese zahlen zwischen 5 - 7 % Zins. Leider sind die Kurse jetzt auch gesunken, so dass ich im Jahr 2008 erstmals seit 6 Jahren die Zinseinnahmen verwenden musste um die Kursrückgänge auszugleichen. Da es aber keine Pleitekandidaten sind, gehe ich davon aus, dass die Kursverluste bis zum Ende der Laufzeit wieder aufgeholt sind und dann winken zusätzliche Ausschüttungen. Noch ein Hinweis zu Aktien: Bitte vergesst nicht, dass alle Aktien die zur Zeit von den nervösen Anlegern um jeden Preis auf den Markt geworfen werden, von irgendjemand auch gekauft werden. Keine einzige Aktie (zumindest von den großen Blue-Chips) ist abends in der Börse übrig. Jede Aktie findet einen Käufer, das ist das Prinzip der Börse. Was sind das wohl für Menschen die zur Zeit alle die vielen Aktien kaufen die jeden Tag auf den Markt geworfen werden? Vielleicht sind die gar nicht so dumm wie man denkt, sondern bauen sich jetzt die Grundlage für ein Vermögen auf, wenn die Krise erst mal vorbei ist. Ich wünsche Euch einen schönen Tag. Gruss aus dem Schwabenland von HDW.
HDW
 
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